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Envoix v3.1.0: Steuerregeln aus Lexware und kontrolliertes Stripe-Trennen

· 4 Minuten Lesezeit
Felix Deibert
Co-founder pirabyte

Envoix v3.1.0 übernimmt die Einstellung für EU-B2C-Fernverkäufe aus deinem Lexware-Office-Profil. Für weitere grenzüberschreitende Fälle legst du eine nachvollziehbare Steuer-Richtlinie fest. Beim Trennen eines Stripe-Kontos siehst du außerdem vorab, welche lokalen Daten entfernt werden.

Steuer-Richtlinie vor künftigen Belegen prüfen

Unter Einstellungen → Lexware Office zeigt Envoix jetzt die aus deinem Lexware-Profil übernommene Behandlung von EU-B2C-Fernverkäufen: Bestimmungslandprinzip (OSS) oder Ursprungslandprinzip (unter Schwelle). Diesen Wert änderst du in Lexware Office, nicht in Envoix. Liefert Lexware Office keine Angabe, verwendet Envoix als technische Rückfallregel das Ursprungslandprinzip unter der EU-Schwelle.

In Envoix bestimmst du zusätzlich, welches Land bei einem Widerspruch zwischen der von Stripe ermittelten Steuer-Jurisdiktion und der Rechnungsadresse maßgeblich ist. Außerdem wählst du eine Fallback-Leistungsart für Produkte ohne ausdrücklich hinterlegte Leistungsart. Eine Vorschau zeigt dir vor dem Speichern die resultierende Behandlung typischer Fälle wie EU-B2C, abweichende Ländersignale und Verkäufe in Drittländer. Erst nach einem weiteren Bestätigungsschritt speichert Envoix die Änderung.

Die Richtlinie steuert die technische Einordnung künftiger Belege. Sie korrigiert keine bereits verarbeiteten Belege und startet fehlgeschlagene Vorgänge nicht erneut. Prüfe deshalb insbesondere die Länderpriorität und die Fallback-Leistungsart mit deiner Steuerberatung, bevor du die Richtlinie speicherst. Envoix setzt deine Konfiguration um, ersetzt aber keine steuerliche Beratung.

Lexware-Profil nach einer Änderung aktualisieren

Voraussetzung für die Profilaktualisierung ist eine aktive Verbindung zu Lexware Office. Hast du dort die Distanzverkaufsregel oder andere übernommene Unternehmens- und Steuerangaben geändert, öffne die Lexware-Office-Einstellungen in Envoix und klicke auf Aus Lexware aktualisieren.

Nach erfolgreicher Synchronisierung zeigt Envoix die aktuell übernommene Distanzverkaufsregel an. Kontrolliere anschließend die Vorschau der Steuer-Richtlinie, bevor neue Belege verarbeitet werden. Die manuelle Aktualisierung lädt Profildaten neu; sie wiederholt weder einen fehlgeschlagenen Beleg noch eine frühere Klassifizierung.

Stripe-Konto erst nach eindeutiger Bestätigung trennen

Beim Trennen zeigt Envoix den Kontonamen, die Stripe-ID, den Verbindungstyp und die betroffenen lokalen Datengruppen. Dazu gehören je nach Konto Transaktionen, Dokumente, Produktzuordnungen, Belege, Übertragungsaufträge und die Finanzkonto-Verknüpfung. Der Trennknopf wird erst aktiv, wenn du die angezeigte Stripe-Konto-ID exakt eingibst.

Bei einer Verbindung über die Stripe App oder OAuth widerruft Envoix zuerst die Autorisierung bei Stripe und entfernt danach die Verbindung samt zugehörigen lokalen Envoix-Daten. Schlägt der Widerruf unerwartet fehl, bleibt die lokale Verbindung bestehen. Bei einer API-Key-Verbindung entfernt Envoix dagegen nur die lokalen Daten; soll der Schlüssel anschließend nicht mehr funktionieren, musst du ihn zusätzlich in Stripe widerrufen.

Vorhandene Daten im Stripe Dashboard und bestehende Datensätze in Lexware Office werden durch das Trennen nicht gelöscht. Öffne die Übersicht deiner Stripe-Konten, wähle das betroffene Konto und prüfe die angezeigten Folgen vollständig, bevor du bestätigst.

Hinweise erscheinen dort, wo du handeln musst

Kann Lexware Office ein PDF nicht anhängen, weil der zugehörige Beleg bereits einer Banktransaktion zugeordnet ist, erklärt die Stripe-Dokumentliste nun direkt den nächsten Schritt: Entferne die Zuordnung in Lexware Office oder lade das PDF dort manuell nach. So erkennst du am fehlgeschlagenen Dokument, warum ein weiterer unveränderter Versuch nicht hilft. Mehr zum getrennten Status von Beleg und Datei steht unter Dateien an Belege anhängen.

Beim Bearbeiten eines Stripe-Kontos erscheint die Warnung zu buchhalterischen Folgen nur noch, wenn du das Import-Startdatum tatsächlich auf ein früheres Datum setzt. Speichere das unveränderte Datum, wird die Einstellung ohne unnötige Warnung übernommen. Für ein früheres Startdatum bleibt die Bestätigung bestehen, damit du die mögliche erneute Einbeziehung älterer Transaktionen bewusst prüfst.